LAG Bedingungsloses Grundeinkommen

Offene Mitgliederversammlung der Landesarbeitsgemeinschaft Bedingungsloses Grundeinkommen in und bei der Partei DIE LINKE. Sachsen (LAG BGE)

Termin: Samstag, 19.11.2016
Zeit:
- 13-16 Uhr Mitgliederversammlung LAG BGE
- 17 Uhr öffentlicher Vortrag mit Michael Hirsch
„Die Überwindung der Arbeitsgesellschaft -
Radikale Arbeitszeitverkürzung und/oder bedingungsloses Grundeinkommen?“
Ort: Interim, Demmeringstraße 32, 04177 Leipzig-Lindenau

Am Samstag, 19.11.2016 lädt die Landesarbeitsgemeinschaft Bedingungsloses Grundeinkommen in und bei der Partei DIE LINKE. Sachsen zur Mitgliederversammlung nach Leipzig ins Interim ein. Die Veranstaltung steht neben den Mitgliedern der LAG BGE für alle Interessierten offen.

Wir möchten über unsere zukünftigen Aufgaben diskutieren und über unser Agieren im anstehenden Bundestagswahlkampf. Wird dabei das Bedingungslose Grundeinkommen eine Rolle spielen und wenn ja welche? Dazu haben wir ein Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG BGE) eingeladen. In diesem Zusammenhang werden wir auch über die sächsischen Anträge zum Mitgliederentscheid zum BGE diskutieren.
Weiterhin wählen wir die Mitglieder für den SprecherInnenrat, Delegierte zum Landesparteitag 2017/18 und Landesrat. Ein kurzes Referat über das Modellprojekt eines „Basic Income Grant“ in Namibia wird am Ende der Mitgliederversammlung stehen.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung findet ab 17 Uhr eine öffentliche Veranstaltung mit Michael Hirsch zu seinem Buch:
„Die Überwindung der Arbeitsgesellschaft. Eine politische Philosophie der Arbeit“ statt.


Hirsch wird die zentralen Thesen seines gleichnamigen Buches vorstellen und anschließend mit uns darüber diskutieren.

„Wer den krisenhaften Stillstand unserer Gegenwart verstehen will, findet in diesem Buch nicht nur eine bestechende Kritik der Arbeitsgesellschaft, ihrer ideologischen Grundlagen und politischen Funktionslogik, sondern auch den Grundriss einer aufregenden emanzipatorischen Alternative. Das Festhalten an der Hegemonie der Erwerbsarbeit hat eine Ideologie der Beschäftigung und einen Staat der Arbeitsbeschaffung hervorgebracht. Der Autor analysiert diese Festlegung als zentralen Entwicklungsengpass der Gesellschaft. Vor diesem Hintergrund deutet er den Begriff der Arbeit neu und plädiert für eine Sozialordnung, die auf allgemeiner Arbeitszeitverkürzung und einem bedingungslosen Grundeinkommen beruht. Mit dieser Alternative vor Augen kann der Leser sehen, wie sich zahlreiche Dilemmata der Arbeits- und Sozialpolitik, der Familien- und Geschlechterpolitik, der Bildungs-, Wissenschafts- und Kulturpolitik, ja sogar der intellektuellen Arbeit selbst auflösen lassen und einer befreienden Praxis weichen können.“ (Klappentext des Buches)

Über den Autor PD Dr. phil. Michael Hirsch (*1966)
- Philosoph und Politikwissenschaftler
- Privatdozent für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Universität Siegen
- Lebt als freier Autor und Dozent in München
- Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat von Attac
- Mitglied der Bundesarbeitsgruppe „Arbeit Fair teilen“ von Attac:
Veröffentlichungen:
- Die Überwindung der Arbeitsgesellschaft. Eine politische Philosophie der Arbeit, 2016
- Logik der Unterscheidung. 10 Thesen zu Kunst und Politik, 2015
- Warum wir eine andere Gesellschaft brauchen, 2013
- Die zwei Seiten der Entpolitisierung. Zur politischen Theorie der Gegenwart, 2007

Mehr über den Autor online unter: www.michael-hirsch-archiv.de

Kontakt zur LAG Bedingungsloses Grundeinkommen:
ag.grundeinkommen@dielinke-sachsen.de

Unser Selbstverständnis

Im September 2007 konstituierte sich die Landesarbeitsgemeinschaft bedingungsloses Grundeinkommen der LINKEN. Sachsen. Sie wirkt als Gliederung der entsprechenden Bundesarbeitsgemeinschaft und Teil einer gesellschaftlichen Bewegung für ein bedingungsloses Grundeinkommen für ein würdevolles und freies Leben aller Menschen.

In der Gründungserklärung der LAG Bedingungsloses Grundeinkommen heißt es:

„Wir denken, dass die Würde des Menschen und seine Rechte unabhängig von seiner Leistungsfähigkeit sind. In diesem Sinne soll jeder Einzelne Anspruch auf eine echte Grundsicherung haben, auf einen Beitrag also, der ihm ein Leben auf bescheidenem, aber ausreichendem Niveau ermöglicht und der ihm niemals, unter keinen Umständen, entzogen werden kann. Das scheint uns der einzige Weg zu sein, um persönliche Freiheit für alle, auch für diejenigen, die kein Vermögen besitzen, zu verwirklichen, denn wer nur die Wahl hat zwischen einem Bettlerdasein und der Unterwerfung unter fremden Willen, der hat keine Wahl. Eine solche echte Grundsicherung nennt man ein bedingungsloses Grundeinkommen.“

SprecherInnenrat
  • Juliane Nagel
  • Bernd Czorny
  • Steffen Kaiser 

Der SprecherInnenrat der LAG Bedingungsloses Grundeinkommen ist erreichbar unter: ag.grundeinkommen[at]dielinke-sachsen.de