22. Januar 2018

Lang: Erklärung zur SZ-Umfrage – Bildung als wichtigstes Thema genannt

Foto: geralt / pixabay.com / CC0 Creative Commons

Bezug nehmend auf den Artikel „Umfrage: Die meisten Sachsen fühlen sich als Bürger zweiter Klasse“ der Sächsischen Zeitung erklärt Silvio Lang, stellv. Landesvorsitzender DIE LINKE. Sachsen:

„Wenn 28 Jahre nach der politischen Wende Menschen in
Ostdeutschland immer noch weniger Lohn für die gleiche Arbeit
erhalten oder weniger Rente bekommen, dann zeigen die Ergebnisse
der Umfrage der Sächsischen Zeitung nicht nur ein Gefühl der
Menschen in Sachsen, sondern es entspricht der tatsächlichen Lage.
Das Anerkennungsdefizit, von dem Prof. Pickel für die SäZ schreibt, ist
demnach nicht nur gefühlt, sondern belegbar“, so Lang.

Demnach stimmten zwei von drei Befragten der Aussage „Die
Ostdeutschen sind in Deutschland auch heute noch Bürger zweiter
Klasse“ zu – und damit mehr als bei der letzten vergleichbaren
Befragung. „Wenn die vier Landkreise mit dem niedrigsten
durchschnittlichen Bruttoeinkommen in Ostdeutschland (und davon
zwei in Sachsen) und die vier mit dem höchsten
Durchschnittseinkommen alle in Westdeutschland liegen, dann geht
es eben nicht nur um gefühlte Wahrheiten“, erklärte Lang weiter.

Laut Soziologie Professor Pickel von der Universität Leipzig, war der
wichtigste genannte Wunsch der Befragten, an die sächsische Politik,
eine Verbesserung im Bildungssystem. Demnach seien die Menschen
mit der „Bildungslandschaft insgesamt nicht zufrieden“.

Lang abschließend: „Die bislang von der Sächsischen Zeitung
veröffentlichten Ergebnisse zeichnen auch ein Ergebnis von nun bald
28 Jahren CDU-Politik in Sachsen. Nicht von ungefähr wird bei den
drängendsten Wünschen der Befragten die Bildungspolitik
ausgesprochen häufig genannt. Die Menschen in Sachsen haben
längst bemerkt, dass es die CDU und ihre wechselnden
Koalitionspartner geschafft haben, durch jahrelanges Nichtstun und
Wegschauen, existenzielle Probleme in der Bildungslandschaft
hervorzurufen. Auch von Ministerpräsident Kretschmer ist hier bislang
nichts Neues zu hören. Damit ignoriert die Landesregierung
fortgesetzt eines der Hauptinteressen ihrer Bürger*innen. DIE LINKE.
Sachsen wird dagegen – wie am Freitag im Landesvorstand
beschlossen – eine Initiative zu einem Volksantrag für längeres,
gemeinsames Lernen in Sachsen unterstützen!“

Kategorien: Pressemitteilung

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