Seniorinnen und Senioren

Landessenior/innenkonferenz 24.09.2016

Wahlergebnisse

Delegierte Landesparteitag, weibliche Liste

Kandidatinnenabsrel
1. Karin Höfer *Ja
Nein
Enthaltung
51
2
3
91,1 %
3,6 %
5,4 %
2. Elke-Gudrun Heber *Ja
Nein
Enthaltung
50
1
5
89,3 %
1,8 %
8,9 %
    Birgit Mai *Ja
Nein
Enthaltung
50
1
5
89,3 %
1,8 %
8,9 %
3. Alexandra Wolf *Ja
Nein
Enthaltung
47
5
4
83,9 %
8,9 %
7,1 %

 

Delegierte Landesparteitag, gemischte Liste

Kandidat/innenabsrel
Peter Müller *Ja4990,7 %
Dieter Siegert *Ja4685,2 %
Thomas Koutzky *Ja4074,1 %
Fred Barrakling *Ja3564,8 %
Siegmund Mai
(Ersatz-Delegierter)
Ja3259,3 %
Enthaltung11,9 %

 

Vertreter/innen im Landesrat

Kandidat/innenabsrel
Thomas KoutzkyJa1935,2 %
Alexandra Wolf *Ja3463,0 %
Enthaltung1

1,9 %

 * gewählt

"Im Alter würdevoll leben!"

Leseempfehlung: Broschüre der Landtagsfraktion DIE LINKE. im Sächsischen Landtag (Seniorenpolitische Leitlinien)

Broschüre öffnen (externer Link zur Landtagsfraktion)

 

 

 

Die zerklüftete Republik

Der Armutsbericht erscheint in diesem Jahr verspätet, doch dies aus gutem Grund. Durch die Umstellung und Revision der Daten des Statistischen Bundesamtes auf der Basis des Zensus 2011 war eine Veröffentlichung wie gewohnt im Dezember nicht möglich. Gleichwohl tut diese Verzögerung der Brisanz der Erkenntnisse keinen Abbruch. Die Armut in Deutschland hat nicht nur ein neuerliches trauriges Rekordhoch erreicht, auch ist Deutschland dabei, regional regelrecht auseinander zu fallen. Zwischen dem Bodensee und Bremerhaven, zwischen dem Ruhrgebiet und dem Schwarzwald ist Deutschland, was seinen Wohlstand und seine Armut anbelangt, mittlerweile ein tief zerklüftetes Land. 

Die wichtigsten Befunde im Überblick:

1: Die Armut in Deutschland hat mit einer Armutsquote von 15,5 Prozent ein neues Rekordhoch erreicht und umfasst rund 12,5 Millionen Menschen.

2: Der Anstieg der Armut ist fast flächendeckend. In 13 der 16 Bundesländer hat die Armut zugenommen. Lediglich Sachsen-Anhalt verzeichnet einen ganz leichten und Brandenburg einen deutlicheren Rückgang. In Sachsen ist die Armutsquote gleich geblieben.

3: Die Länder und Regionen, die bereits in den drei vergangenen Berichten die bedenklichsten Trends zeigten – das Ruhrgebiet, Bremen, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern – setzen sich ein weiteres Mal negativ ab, indem sie erneut überproportionale Zuwächse aufweisen.

4: Die regionale Zerrissenheit in Deutschland hat sich im Vergleich der letzten Jahre verschärft. Betrug der Abstand zwischen der am wenigsten und der am meisten von Armut betroffenen Region 2006 noch 17,8 Prozentpunkte, sind es 2013 bereits 24,8 Prozentpunkte.

5: Als neue Problemregion könnte sich neben dem Ruhrgebiet in Nordrhein-Westfalen auch der Großraum Köln/Düsseldorf entpuppen, in dem mehr als fünf Millionen Menschen leben, und in dem die Armut seit 2006 um 31 Prozent auf mittlerweile deutlich überdurchschnittliche 16,8 Prozent zugenommen hat.

6: Erwerbslose und Alleinerziehende sind die hervorstechenden  Risikogruppen, wenn es um Armut geht. Über 40 Prozent der Alleinerziehenden und fast 60 Prozent der Erwerbslosen in Deutschland sind arm. Und zwar mit einer seit 2006 ansteigenden Tendenz.

7: Die Kinderarmut bleibt in Deutschland weiterhin auf sehr hohem Niveau. Die Armutsquote der Minderjährigen ist von 2012 auf 2013 gleich um 0,7 Prozentpunkte auf 19,2 Prozent gestiegen und bekleidet damit den höchsten Wert seit 2006. Die Hartz-IV-Quote der bis 15-Jährigen ist nach einem stetigem Rückgang seit 2007 in 2014 ebenfalls erstmalig wieder angestiegen und liegt mit 15,5 Prozent nun nach wie vor über dem Wert von 2005, dem Jahr, in dem Hartz IV eingeführt wurde.

8: Bedrohlich zugenommen hat in den letzten Jahren die Altersarmut, insbesondere unter Rentnerinnen und Rentnern. Deren Armutsquote ist mit 15,2 Prozent zwar noch unter dem Durchschnitt, ist jedoch seit 2006 überproportional und zwar viermal so stark gewachsen. Keine andere Bevölkerungsgruppe zeigt eine rasantere Armutsentwicklung.

Quelle: http://www.der-paritaetische.de/armutsbericht/die-zerklueftete-republik/

An uns Alten kommt keiner vorbei!

- Landessprecherrat der Senioren-AG tagte in Glauchau –

Ein Drittel der sächsischen Wahlberechtigten sind Rentner. Ihre Anzahl wird in den nächsten Jahren noch steigen. Dieser Personenkreis hat umfangreiche Arbeits- und Lebenserfahrungen. Trotz der Tatsache, dass die LINKE das rentnerfreundlichste Konzept für die Altersversorgung hat, kreuzten bei der Bundestagswahl im September 2013 die große Mehrheit der älteren Wähler die Parteien an, die das Absinken des Rentenniveaus und die programmierte Altersarmut zu verantworten haben. Das war auch im Kreis Zwickau der Fall. Offensichtlich traut man uns LINKEN positive Änderungen auf diesem und anderen Gebieten nicht zu. Seniorenpolitik wird also besonders in Hinblick auf die Kommunal und Landtagswahlen im 2014 sehr wichtig.

Der Landessprecherrat Sachsen der Seniorenarbeitsgemeinschaft zog am 25. November in Glauchau erste Schlussfolgerungen aus der gegenwärtigen Situation. Ein Reihe von Gästen halfen uns dabei, so Jörn Wunderlich, Mitglied des Bundestages, Marion Junge, Mitglied des sächsischen Landtages, unsere Kreistagsabgeordnete… Hoch und Frau Köhler, Seniorenbeauftragte der Stadt Glauchau sowie weitere Genossen.

Zwei Erkenntnisse sind es, die wir in der künftigen Arbeit zu beachten haben:

  1. Linke Leistungen werden zuerst in der Kommune, wo die Menschen leben, bekannt, anerkannt und gewürdigt. Deshalb brauchen wir mehr Anstrengungen in der Kommunalpolitik. Das bedeutet auch, dass sich mehr ältere Mitbürger bereit erklären sollten, für die LINKE als Kandidaten für den Kreistag, die Stadträte und Ortbeiräte zur Verfügung zu stehen.
  2. Politik mit und für Senioren muss in Zukunft überall im Lande eine Pflichtaufgabe sein und nicht nur eine Sache, die man angeht, wenn noch etwas Geld übrig ist. Mit dem Einsatz einer hauptamtlichen Seniorenbeauftragten und der engen Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und den verschiedensten Alten- und Sozialverbänden hat Glauchau gute Erfahrungen gesammelt. Diese müssen ausgebaut werden.

Auf der Tagesordnung steht nach wie vor ein Landesseniorenvertretungsgesetz für Sachsen.

Der Landessprecherrat verständigte sich über seinen Arbeitsplan 2014, in dem auch das Leben der Senioren auf dem Lande eine größere Rolle spielen wird.
Freunde vom Frauenzentrum Lichtenstein stimmten uns mit ihren Kabarettszenen auf die Weihnachtszeit und den bevorstehenden Jahreswechsel ein.

Wir danken herzlich für die Unterstützung durch die Senioren-AG des Kreises Zwickau.

Wer wir sind

Landesseniorenkonferenz

Die Seniorenarbeitsgemeinschaft ist ein landesweiter Zusammenschluss von Mitgliedern und Sympathisanten der Partei DIE LINKE. Sie organisiert ihre Arbeit auf der Grundlage des Programms und der Satzung der Partei. Die Seniorenarbeitsgemeinschaft definiert in den »Seniorenpolitischen Standpunkten« Positionen und Zielvorstellungen von gerechter Seniorenpolitik in der heutigen Gesellschaft. Ihre besondere Verantwortung sieht sie darin:

  • den Vorständen der Partei seniorenpolitische Angebote für ihre praktische Politik zu unterbreiten,
  • am politischen Meinungsbildungsprozess teilzunehmen, die Seniorenpolitik der Partei offensiv zu vertreten und an ihr selbst aktiv mitzuwirken,
  • die Zusammenarbeit und den Erfahrungsaustausch mit Senioren- und Sozialverbänden sowie Gewerkschaften zu pflegen und seniorenpolitische Forderungen der Partei DIE LINKE entsprechend den örtlichen Möglichkeiten in die Seniorenvertretungen einzubringen.

Die Seniorenarbeitsgemeinschaft beteiligt sich an Besuchsdiensten und gratuliert zu persönlichen Jubiläen. Sie unterstützt kulturelle und sportliche Aktivitäten der Parteisenioren in den Territorien.

Organ der Seniorenarbeitsgemeinschaft ist die LandesseniorInnenkonferenz. Zwischen den LandesseniorInnenkonferenzen ist der ist LandessprecherInnenrat Ansprechpartner.

Standpunkte der AG Senioren- und Behindertenpolitik im Stadtverband DIE LINKE. Chemnitz zur Erarbeitung eines Seniorenmitwirkungsgesetzes für den Freistaat Sachsen

Diese Standpunkte können hier als PDF angeschaut / runtergeladen werden.

 

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