LAG Ökologie (ADELE - Anders denken und leben)

Wir über uns

Die LAG Ökologie ADELE in Sachsen arbeitet seit 1990 an der Schärfung des ökologischen Profils erst der PDS und nun der LINKEN. Um neuen Mitstreiter/innen einen Überblick über die bisherige und aktuelle Arbeit zu bieten, wurde im Frühjahr 2016 eine kleine Broschüre angefertigt. Diese ist für Interessierte hier abrufbar. Wir freuen uns über Verstärkung und neue Mitstreiter/innen.

 

Energiepolitische Eckpunkte

Nachdem im Jahr 2008 durch einen Kleinen Parteitag „Ökologische Leitlinien“ beschlossen wurden, wandte sich die LAG Ökologie ADELE dem wichtigen Thema Energiepolitik intensiver zu.  Ein Grund dafür war, dass für Sachsen immer noch ein Energieprogramm mit Schwerpunkt Braunkohleverstromung  den Kurs bestimmte. Das entsprach schon damals nicht mehr den Erfordernissen von Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Energiewende. Mit den Energiepolitischen Eckpunkten formulierte DIE LINKE Sachsen ihre Vorstellungen von einer modernen, auf erneuerbaren Energiequellen basierenden, umweltbewussten Energiepolitik, die ihren Beitrag zur Reduzierung von Kohlendioxid in Strom- und Wärmeerzeugung zur Abschwächung der Klimaerwärmung leistet. Den Beschluss des 5. Landesparteitages vom 13.11.2010 „Eckpunkte zur Energiestrategie der LINKEN Sachsen – für ein zukunftsfähiges Energieprogramm Sachsen 2020“ kann man hier nachlesen:

 

Positionspapier Landwirtschaft

Die Landwirtschaft als Teil der Volkswirtschaft steht nur im Fokus der Öffentlichkeit, wenn es wieder einmal Lebensmittelskandale gibt. Ansonsten fristet sie ein Schattendasein. Doch hat sie das nicht verdient, denn sie produziert MITTEL ZUM LEBEN, die jede/r täglich zu sich nimmt. Meist ohne groß darüber nachzudenken, wie und wo sie produziert wurden – Hauptsache billig. Dabei entsteht ein totales Ungleichgewicht: in den Industriestaaten gibt es Lebensmittel im Überfluss, sie werden verramscht und vernichtet. In den Entwicklungsländern grassiert dagegen der Hunger und zwingt Menschen u. a. zur Flucht. Um diese Zusammenhänge darzustellen, hat sich die LAG Ökologie ADELE dem Thema Landwirtschaft zugewandt. Das „Positionspapier für eine multifunktionale, sozial gerechte und ökologisch nachhaltige Landwirtschaft in Sachsen“ kann hier nachgelesen werden:

 

Debatte zu den Ökologischen Leitlinien

Zu den Ökologischen Leitlinien hat sich eine rege Debatte entsponnen. Wir dokumentieren den Beitrag von Bernd-Uwe H. und die Erwiderung der AG Adele.

Weitere Meinungen finden sich in Sachsens Linke.

Ökologische Leitlinien

Die LINKE Sachsen stellt ein Diskussionspapier des Landesweiten Zusammenschluss ADELE. Sachsen zu inhaltlichen Standpunkten zum Thema "Ökologische Nachhaltigkeit", die Ökologischen Leitlinien vor und zur Diskussion.    Stand: 28.01.2009

Die Ansätze einer neuen Politik 

Wirtschaftlich modern

Ökologisch nachhaltig

Sozial gerecht

zum anschauen und runterladen 

als Powerpointpräsentation

als pdf

Protest gegen den Bau eines Ersatzbrennstoffkraftwerkes in Leppersdorf

Bild der Demo 1Bild der Demo 2

m 29.01.09 führte die IG "Gesunde Zukunft" e.V. vor dem Landratsamt in Bautzen eine Protestdemo durch. 

Diese wandte sich gegen den Bau eines Ersatzbrennstoffkraftwerkes (EBS = heizwertreiche Bestandteile aus Siedlungs- und Gewerbemüll) neben der Molkerei in Leppersdorf. 

Im Jahr 2006 lehnten 2/3 der Bürgerinnen und Bürger von Wachau dieses Kraftwerk ab. Müller-Milch versucht nun mit Unterstützung der 

CDU-Gemeinderäte durch einen Trick diese Votum auszuhebeln. 

Ich, Kathrin Kagelmann, umweltpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Sächsischen Landtag nahm an der Demonstration teil und unterstütze das Anliegen der Bürgerinnen und Bürger.

Zschadraß: Ökodorf mit ehrgeizigen Zielen

Bild des ZschadraßtreffensBild von Ralf Zweynert

Die 3.500-Seelengemeinde Zschadraß liegt im wirtschaftlich schwachen Südosten des Landkreises Leipzig. "Wir waren im alten Muldentalkreis die einnahmenschwächste Kommune und das sind wir auch im neuen Landkreis", fasst der parteilose Bürgermeister Matthias Schmiedel das Dilemma seiner Gemeinde zusammen. Bis vor wenigen Jahren waren die Energiekosten noch der zweitgrößte Posten im Haushalt. 

Doch damit wollte sich der seit 1991 amtierende Gemeindechef nicht abfinden. Dank eines Stifters aus Frankfurt/Main begann die Gemeinde im Jahr 2000, Photovoltaikanlagen auf ihre kommunalen Gebäuden zu installieren. Doch dabei sollte es nicht bleiben. Bis 2050 will die Energiespargemeinde Energieautark werden. Wie Zschadraß das schaffen will, erläuterte Schmiedel am Montag bei einem Besuch der Linken-Landtagsabgeordneten Kerstin Köditz, Kathrin Kagelmann (Umweltpolitische Sprecherin) und Cornelia Falken (Fachbereich Schule und Sport). 

Dabei erklärte er, dass die 21 Ortsteile umfassende Gemeinde bereits einen beachtlichen Teil ihrer Energie selbst produziert. Ein Holzhackschnitzelkraftwerk in der Grundschule produziert Strom und Wärme für Schule, Gemeindeamt und mehrere Sportstätten. Das Holz dafür liefert ein einheimischer Bauer aus Meuselwitz. "Uns ist es wichtig, dass wir lokale Wirtschaftskreisläufe fördern", so der Bürgermeister. Weitere Energie kommt von einer Biogasanlage in Raschütz sowie von weiteren Photovoltaik- und Solaranlagen auf verschiedenen Gebäuden der Gemeinde. Erfreulich sei auch, so Schmiedel zu den Parlamentarierinnen, dass sich die Bevölkerung aktiv an dem langfristig angelegten Projekt beteilige. Zahlreiche Einwohner hätten sich nun auch Solar- und Photovoltaikanlagen aufs Dach gesetzt. "Es braucht halt manchmal einen Verrückten, der die Vorreiterrolle übernimmt", schmunzelt das Gemeindeoberhaupt.

Auf der anderen Seite kann Schmiedel nicht verstehen, warum den Gemeinden bei solchen Projekten zahlreiche Steine in den Weg gelegt werden. Eigentlich müssten Bund und Länder doch ein Interesse an einer ökologisch nachhaltigen Wirtschaftsförderung haben. Immerhin würden sich die Öko-Energie-Anlagen innerhalb weniger Jahre amortisieren und danach Geld in die Kasse der Gemeinde spülen. Mit dem zusätzlichen Geld will Schmiedel den Elternbeitrag für den Kindergarten senken und die Vereine unterstützen.

Die weiteren Pläne klingen ambitioniert: In den nächsten Jahren soll ein großes Windrad aufgestellt werden, an dem die Gemeinde sich beteiligt. Ob das die Einwohner nicht störe, wenn immer mehr Windräder aufgestellt würden, fragt eine der Landtagsabgeordneten. "Nein, überhaupt nicht", so Schmiedel. Es gäbe ein Totschlagargument, das jeden Kritiker überzeuge. Denn die gewonnene Energie des Windrades soll vergünstigt an die umliegenden Haushalte abgegeben werden, sodass ein geldwerter Vorteil für die Anwohner entsteht. "Wenn die Leute mehr Geld in der Tasche haben, stört auch ein Windrad nicht mehr so sehr", meint Schmiedel.

Die Parlamentarierinnen Köditz, Kagelmann und Falken überlegen nun, wie auch andere Gemeinden animiert werden können, solche Projekte wie in Zschadraß anzuschieben.

Umweltpolitische Konferenz 8. November 2008 Leipzig

Kathrin Kagelmann: "Mit über 50 TeilnehmerInnen war die 1. Umweltkonferenz der sächsischen LINKEN am Samstag in Leipzig ein Erfolg."

Dokumente

Ökologische Leitlinien

Meinungen von Teilnehmer_innen zur Umweltkonferenz

Unter dem Motto "Gibt es den Reichtum der Welt morgen noch" (einem Lied von Holger Biege aus dem Jahr 1979!) stand die Umweltkonferenz der Linkspartei Sachsen am 08.11.08 in Leipzig. Sie war der krönende Höhepunkt einer seit Monaten geführten Diskussion um ökologische Leitlinien im Landesverband.

Ein Bericht von Sabine Kunze, Sprecherin der LAG 

Medienecho

Leipziger Internet Zeitung vom 09.11.2008

Umweltkonferenz der Linkspartei in Leipzig: Klimawandel, Braunkohleausstieg und fehlende Gelder

 

Umweltpolitische Konferenz in Leipzig

Bild der Umweltkonferenz 1 Bild der Umweltkonferenz 2 Bild der Umweltkonferenz 3

Erneuerbare Energien – anno 1914 und 2008

Bericht vom Landestreffen der LAG Ökologie ADELE der Linkspartei in Sachsen vom 17. bis 19.10.2008 in Freiberg

Unser diesjähriges Herbsttreffen führte die ADELEn nach Freiberg – der Sonnenhauptstadt in Sachsen.

Doch am Sonnabend besuchten wir erst mal ein technisches Museum – das Kavernenkraftwerk Drei-Brüder-Schacht zwischen Freiberg und Brand-Erbisdorf (1). Früher war diese Gegend durch den Silberbergbau bekannt. Als dieser versiegte, nutzte ein pfiffiger Ingenieur seit 1914 die Grubenwässer in den unterirdischen Stollen zur Gewinnung von Elektroenergie. Eine mächtige unterirdische Maschinerie (die wir nur im Film sehen konnten) schickte das Wasser über Schächte, Gräben und Becken zu den Turbinen und erzeugte dabei umweltfreundlichen Strom. Bis 1972 war das Kraftwerk in Betrieb und wurde dann stillgelegt, obwohl die Anlage voll funktionsfähig war. Doch einige Enthusiasten ließen sich den Traum nicht nehmen, das Kraftwerk zu erhalten. Sie gründeten einen Verein und mit Geduld und Spucke rekonstruierten sie die oberirdischen Anlagen, die zu besichtigen sind.

Danach ging es in die Neuzeit. In Erdmannsdorf bei Augustusburg baut seit den 90-er Jahren Herr Buschbeck (2) Solarzellen für die Nutzung von Sonnenenergie zur Warmwasserbereitung. Der Start fand in einer Garage statt – heute hat seine Firma 60 MitarbeiterInnen und seine Anlagen sind begehrt. Der Anstieg der Ölpreise lässt immer mehr Häuslebesitzer über eine Solaranlage nachdenken und so boomt sein Geschäft. Außerdem beschäftigt er sich mit ökonomischen Zusammenhängen und für ihn war die jetzige Banken- und Wirtschaftskrise keine Überraschung. Sein Credo lautet – auch Geld muss verfallen, damit es nicht gehortet sondern verbraucht wird (3).

Am Nachmittag standen noch einmal in Vorbereitung der Umweltkonferenz am 08.11.08 in Leipzig die Ökologischen Leitlinien zur Debatte. Mit kleinen Änderungen wurden sie bestätigt. Nun hoffen wir auf eine rege Teilnahme und eine fruchtbare Diskussion in Leipzig, die bereits in der SO! begonnen wurde.

Am Sonntagvormittag ging es zum Arbeitseinsatz in einen verwilderten Garten. Den hat der NABU Freiberg (4) geschenkt bekommen und hier soll vor allem für Kinder ein Biotop entstehen. Doch zuvor hieß es Brombeersträucher schneiden, Unrat wegräumen und Hecke aufsetzen. Nach 2 Stunden war schon einiges zu sehen, aber es bleibt noch viel Arbeit, bis aus dem Fleckchen Erde wieder ein naturnaher Garten wird.

28.10.2008

Sabine Kunze

Sprecherin von ADELE

 

www.drei-brueder-schacht.de

www.buschbeck.com

www.zschopautaler.info

www.nabu-sachsen.de

 

Eulen über dem Solarfeld

Bericht vom 1. Landestreffen der LAG ADELE nach der Gründung der Linkespartei

Das erste Landestreffen der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Ökologie – ADELE, nach 29 (!) Treffen als Ökologische Plattform ADELE seit 1989 versteht sich – fand vom 16. bis 18. Mai in Bennewitz bei Wurzen statt.

Ein Schullandheim (1) mitten im Grünen war unser Quartier.

Am Sonnabendvormittag konnten wir als praktisches Beispiel für Stromgewinnung aus Sonnenenergie den Energiepark Waldpolenz (2) besichtigen. Hier werden auf einem ehemaligen Militärflugplatz bei Brandis auf 110 ha Solarmodule aufgebaut, die eine Leistung von 40 MW haben werden. Im Dezember 2009 soll die gesamte Anlage fertig sein, bis dahin geht sie abschnittsweise ans Netz. Probleme bereitet die Belieferung mit Solarzellen (hier sind es Dünnschichtmodule aus Frankfurt/Oder), die aufgrund des Booms von Fotovoltaikanlagen z. Zt. knapp sind. Ein anderes Problem könnte die drohende Kürzung der Einspeisevergütung sein, die die geplante Refinanzierung der Investition von 130 Mill. € in 20 Jahren gefährden würde. Diese Absicht der Solarkritiker könnte insgesamt die Solarbranche in Sachsen gefährden.

Am Nachmittag stand die Auswertung der Umweltregionalkonferenzen zur Diskussion der ökologischen Positionen "Ansätze einer neuen Politik" auf der Tagesordnung. Dietmar Lohmann, der im Auftrag von ADELE die Erläuterung in beiden Veranstaltungen übernommen hatte, konnte nicht nur Positives berichten. Die Beteiligung (in Bautzen 30, in Freiberg 17 TeilnehmerInnen) spricht nicht gerade für eine große Resonanz umweltpolitischer Themen in der Partei und ihrer Führungsetage. Einige organisatorische Pannen trübten den Eindruck zusätzlich. Nun gilt es, die Veranstaltung am 31.05. in Borna zu einem Erfolg zu führen. Dafür wurde das vorliegende Positionspapier in eine übersichtliche Präsentation gebracht (im Internet zu finden auf der Seite des Regionalverbandes Oberlausitz, Seite der LAG ADELE). Hier noch mal in Kürze die Kernziele für eine linke, nachhaltige Wirtschaft: Energie- und Ressourceneffizienz, Entflechtung, Dezentralisierung und Demokratisierung von Wirtschaftsstrukturen sowie die Schaffung regionaler Wirtschaftskreisläufe. Das soll durch eine sozial-ökologische Umgestaltung der Wirtschaft, eine Energiewende, die auf regenerative Energieträger setzt, die Schaffung einer energieeffizienten Ressourcenwirtschaft sowie einer den Prinzipien der Nachhaltigkeit verpflichteten Bildungspolitik geschehen. Auf 12 Handlungsfeldern von Klimapolitik bis Verbraucherschutz werden konkrete Maßnahmen dazu vorgestellt. Soweit die Theorie, nun muss es an die Umsetzung gehen. Schön wäre es, wenn unsere Kommunalpolitikerinnen und –politiker, die am 8. Juni in die Kreistage oder als BürgermeisterInnen oder LandrätInnen gewählt werden, sich nach der Wahl dieses Papier nehmen und für ihre Kommune konkrete Maßnahmen daraus ableiten würden. Dann könnten wir zur geplanten Umwelt-/Klimakonferenz im November in Leipzig bereits über konkrete Ergebnisse sprechen.

Am Sonntag besichtigten wir das älteste Naturschutzgebiet Deutschlands, den Wachtelberg. Dort wächst die echte Kuhschelle und andere streng geschützte und vom Aussterben bedrohte Pflanzen. Herr Zeibig führte uns durchs Gebiet und aufgrund seiner jahrelangen Erfahrung fand er nicht nur lobende Worte für die örtlichen Politiker, die gern mit der Säge dem Baumbestand zu Leibe rücken.

Sabine Kunze

Sprecherin von ADELE

www.schullandheim-bennewitz.de

www.juwi.de

ADELE – Landesarbeitsgemeinschaft „Ökologie“ bei der Partei DIE.LINKE.Sachsen gegründet

Am 20.10.07 hat sich Adele. Landesarbeitsgemeinschaft "Ökologie" der Partei Die LINKE. in Sachsen gegründet.

Sie ist aus Adele.Ökologische Plattform in und bei der Linkspartei.PDS, Mitgliedern der WASG sowei im Neubildungsprozess neu hinzugekommenen Mitgliedern hervorgegangen.  

 

Folgende Dokumente wurden verabschiedet:

1. Gründungserklärung von ADELE - LAG "Ökologie" bei der Partei DIE LINKE.Sachsen

2. Bericht vom Landestreffen der ADELE vom 19. - 21.10.07

3. Solidaritätserklärung von ADELE mit der Volksinitiative in Brandenburg